Sichere E-Mail-Kommunikation: KDSZ Bayern in die BSI Hall of Fame aufgenommen

Das Katholische Datenschutzzentrum Bayern ist für die erfolgreiche Umsetzung von DNSSEC ausgezeichnet worden. Mit der Aufnahme in die Hall of Fame für E-Mail-Sicherheit würdigen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), eco und Bitkom Organisationen, die moderne Sicherheitsstandards praktisch umsetzen.

Eine Urkunde aus Berlin und eine besondere Anerkennung für die technische Infrastruktur des KDSZ Bayern: Im Rahmen der Initiative für mehr E-Mail-Sicherheit wurde das Katholische Datenschutzzentrum Bayern in die Hall of Fame aufgenommen.

Ausgangspunkt ist das vom BSI gemeinsam mit dem eco – Verband der Internetwirtschaft und Bitkom initiierte E-Mail-Sicherheitsjahr. Ziel der Initiative ist es, moderne Verfahren für die Authentifizierung und den sicheren Transport von E-Mails stärker in der Praxis zu verankern. Denn auch wenn Messenger und Kollaborationsplattformen längst zum Arbeitsalltag gehören, bleibt die E-Mail einer der wichtigsten Kommunikationswege für Behörden, Unternehmen und Organisationen.

DNSSEC als weiterer Baustein

Für die aktuelle Auszeichnung war die erfolgreiche Implementierung von DNSSEC (Domain Name System Security Extensions) ausschlaggebend. DNSSEC ergänzt das Domain Name System um kryptografische Sicherheitsmechanismen. Dadurch lässt sich überprüfen, ob DNS-Informationen tatsächlich aus der angegebenen Quelle stammen und auf dem Übertragungsweg unverändert geblieben sind.

Die Umsetzung war für das KDSZ Bayern zugleich Anlass für eine technische Weichenstellung. Unser bisheriger Technologiepartner bot DNSSEC für unsere Domain kdsz.bayern nicht an. Für uns war dies ein Grund, nach einer Infrastruktur zu suchen, die den von uns angestrebten Sicherheitsstandard unterstützt.

Mit STACKIT haben wir hierfür einen deutschen Technologiepartner gefunden, der seine Cloud- und IT-Infrastruktur in Deutschland und Europa betreibt und mit dem sich DNSSEC auch für unsere .bayern-Domain umsetzen ließ. Diese Entscheidung fügt sich zugleich in unsere Strategie zur digitalen Souveränität ein: Wo es technisch und wirtschaftlich sinnvoll möglich ist, setzen wir auf europäische Infrastruktur und auf Lösungen, bei denen wir die Kontrolle über unsere Daten und Systeme möglichst weitgehend behalten.

DNSSEC ist dabei nicht als isolierte technische Maßnahme zu verstehen. Die Absicherung unserer Domains und der E-Mail-Kommunikation ist Teil eines umfassenderen Sicherheitskonzepts. Dazu gehören weitere Verfahren zur E-Mail-Authentifizierung und zum sicheren Transport sowie eine kontinuierliche Überprüfung der eingesetzten Infrastruktur.

Dabei knüpft die aktuelle Aufnahme in die Hall of Fame an die Auszeichnung des vergangenen Jahres an: Bereits 2025 wurde das KDSZ Bayern im E-Mail-Sicherheitsjahr mit Silber ausgezeichnet. Die nun gewürdigte Umsetzung von DNSSEC ist damit ein weiterer Schritt bei der kontinuierlichen Verbesserung unserer technischen Sicherheitsstandards.

Foto: Urkundenübergabe in Berlin

Fabian Zacharias – Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung.

Claudia Plattner – Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Magnus Ölbracht von Stackit, der die offizielle Urkunde für die erfolgreiche Umsetzung von Sicherheitsstandards (wie DNSSEC) in den Händen hält.

Prof. Dr. Norbert Pohlmann – Vorstand für IT-Sicherheit beim eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.

Urkunde stellvertretend entgegengenommen

An der Urkundenübergabe am 18. September in Berlin konnte das KDSZ Bayern kurzfristig leider nicht persönlich teilnehmen. Umso mehr haben wir uns darüber gefreut, dass unser Technologiepartner STACKIT uns vor Ort vertreten hat. Herr Magnus Ölbracht nahm die Urkunde stellvertretend für das KDSZ Bayern entgegen.

Dafür sagen wir herzlich Danke.

Die Auszeichnung verstehen wir zugleich als Bestätigung unseres eigenen Anspruchs: Datenschutz und Informationssicherheit gehören zusammen. Als Datenschutzaufsicht wollen wir hohe Anforderungen an eine sichere und verantwortungsvolle Digitalisierung nicht nur formulieren. Wo immer es möglich ist, möchten wir diese Maßstäbe auch bei unserer eigenen technischen Infrastruktur praktisch umsetzen.

Die Hall of Fame ist deshalb für uns weniger ein Schlusspunkt als ein weiterer Schritt auf diesem Weg.